Illegale F-Gas Importe in Europa nehmen zu

Laut einem kürzlich vorgestellten Bericht der EU Kommission gibt es derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass umfangreiche illegale HFKW Importe nach Europa stattfinden. Recherchen des Onlinemagazins Cooling Post lassen jedoch anderes vermuten. So scheint es, dass über das Internet F-Gase auch dann an Kunden verkauft werden, wenn diese über keine Zertifizierung verfügen. Auch über den Verkauf von F-Gasen in illegalen Einwegzylindern wird berichtet.

 

So bietet beispielsweise ein italienischer Wiederverkäufer im Internet R-404A an und beschränkt sich dabei auf die lapidare Klausel, dass der Käufer mit dem Kauf des Kältemittels bestätigt, über die geltenden Verordnungen informiert zu sein“. Dies wurde von CNA, dem italienischen Verband der KMUs aufgegriffen und in einer Fernsehsendung berichtet. In dieser gelang es dem Moderator, eine 800g Flasche R-410A von einem Wiederverkäufer über Amazon zu beziehen. Zwar hieß es auf der Website, dass der Käufer eine F-Gas Lizenz brauche, als der Moderator jedoch bei dem Wiederverkäufer nachfragte, versicherte ihm dieser, eine solche sei nicht benötigt.

 

Diese Situation ist natürlich nicht auf Italien beschränkt. Auch aus anderen EU Mitgliedsstaaten wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Spanien wird von ähnlichen Praktiken berichtet. In der Mehrheit handelt es sich dabei um diejenigen Kältemittel, die von den Preisanstiegen betroffen sind wie R-404A, R-410A und R-134a.

 

www.coolingpost.com

 

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